Laughlan's Geschichte

Unsere Geschichte beginnt etwas später als die Meisten mit der Pseudarthrose. Laughlan war beinahe 2 Jahre alt, als er sich an einem Luftkompressor hochzog um aufzustehen, er zog ihn dann aber runter auf sein Bein. Dies ist jetzt schon über 12 Monate her.
Die ersten paar Wochen lief alles nach Routine. Ins Krankenhaus, Gips, regelmäßige Kontrollen und nach 4 Wochen Refraktur. Da vermuteten die Ärzte, dass der Bruch nicht so heilte wie sie es sich vorgestellt hatten, machten sich aber noch keine Sorgen. Nach 10 Wochen und minimaler Heilung, entschieden sie dass es wahrscheinlich eine Pseudarthrose sei und schickten uns zu einem 400 km. entfernten Spezialisten.

Dort wurde rechts eine kongenitale Tibia Pseudarthrose diagnostiziert. Laughlan hat keine Anzeichen von NF. Nach einer Woche hatte Laughlan seine erste Operation, dies war Ende März 2010. Sie entfernten 2 cm vom kranken Knochen und fügten einen Teleskopnagel ein mit der Hoffnung, dass somit der Knochen gerade bleibt und durch die Entfernung des schlechten Teils, die Bruchstelle zum heilen zu bringen Er hatte einen Oberschenkelgips für 5 Wochen, für 4 Wochen einen Unterschenkelgips und von da an stetig Orthesen versorgt.

In der Zwischenzeit waren wir wieder in der Folgekontrolle und sie haben uns anhand der Röntgenbilder gesagt: „Es scheint das es aussieht als würde es heilen aber vielleicht auch nicht." Anfang November werden wir einen weiteren Besuch beim Spezialisten haben.

Wir sind noch nicht weit mit unserer Geschichte über die Pseudarthrose. Aber wir wurden von unseren Ärzten informiert, dass es ein schwieriges und langwieriges Krankheitsbild sei. Es besteht immer die Möglichkeit, dass das Bein nie heilen wird und dass da einige Operationen zur Heilungsverbesserung auf uns zukommen werden, bevor sie sich für eine Amputation entscheiden. Denn wenn er Älter ist, besteht eine höhere Chance dass es heilt und es gibt Verfahren zum Verlängern des Beines. Auch wenn sie nur einen kleinen Anteil aus seinem Knochen geschnitten haben, ist der Längenunterschied schon sehr auffällig.

Aus Laughlans Sicht ist das Ganze sicher nicht so schlimm, wie für uns alle Anderen. Kinder können sich so schnell an neue Situationen anpassen und zudem ist er der Einfachste von meinen 3 Kindern. Ich denke mir, dass dies ihn stärker macht und er sich dadurch nicht vom Leben bremsen lässt.

Eine letzte Anmerkung noch, obwohl uns gesagt wurde die kongenitale Pseudarthrose nicht erblich ist, wenn diese nicht mit der Neurofibromatose verbunden ist, erfuhren wir bei einem Familientreffen, dass eine entfernte Verwandte von meinem Partner einen 8-jährigen Sohn hat mit genau den gleichen kongenitalen Pseudarthrose ohne Verbindung zur NF.

 

Written by A. V. 19.10.10